Sonntag, 16. Oktober 2011

Buffet A Quilo

Zum Glueck gibt es die brasilianische Version des Mittagsbuffets in dieser Form nicht in Europa, und da sei Gott vor dass es jemals so weit kommt! In dem Fall waere ich naemlich binnen sechs Monaten im Privatkonkurs und bei den Weight Watchers. Am besten stelle man sich die Angelegenheit wie ein modifiziertes "All you can eat" vor, wobei das "eat" durch ein "pay" ergaenzt wird.

Man erhaelt einen Riesenteller (ca. Pizzatellergroesse) und wird dann auf ein unverschaemt verfuehrerisches Buffet losgelassen. Am Weg zum Tisch wird der Inhalt des Tellers gewogen, und der Preis bestimmt sich einzig und allein nach dem Nettogewicht, egal ob man sich nur Beluga-Kaviar auflaedt oder bei den Saettigungsbeilagen mit dem Schoepfloeffel zulangt. Das Spiel laeuft ein bisschen wie im Casino, dh der Preis ist so kalkuliert, dass die Bank auch dann noch gewinnt wenn man sich ausschliesslich am mit Goldstaub verfeinerten Kobe-Rind auf Entenmuscheln delektiert.

Besonders Schlaue machen das nach zwanzig Stunden im Flieger, wo sie bis auf Wasser jede Nahrungsaufnahme verweigern und einem anschliessenden Zwei-Stunden-Lauf. Vielleicht ist das auch die moderne Version der Van Swieten-Idee. Wenn ich es mir recht ueberlege sollte ich ATV ein Sendungskonzept vorlegen, raus mit der biederen Ernaehrungsberaterin, trefft die Fettsaecke dort wo es ihnen noch mehr wehtut als im Spiegel - in der Brieftasche! Kann man bei Bedarf auch religioes aufladen um Kaliber eines Kurt Krenn zum Mitmachen zu bewegen, daemme die Gefraessigkeit mit der Gier ein oder etwas in die Richtung.